Baden-WürttembergUnwetter: Stromausfall in Freiburg - Feldberg mit Schnee

Das stürmische Wetter am Wochenende hat in Freiburg und Region einen großflächigen Stromausfall ausgelöst. Auf dem Feldberg blieb Schnee liegen. Was die kommenden Tage bringen.
Freiburg (dpa/lsw) - Das stürmische Wetter in Teilen Baden-Württembergs hat in Freiburg und Region zu einem großflächigen Stromausfall geführt: Rund 10.000 Haushalte waren am Sonntag stundenlang ohne Strom. Bereits in der Nacht zu Samstag führte Sturmtief "Luise" zudem zu mehr als 130 Einsätzen um die Regionen Karlsruhe und Mannheim: zahlreiche entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste beschäftigten Polizei und Feuerwehr bis zum Morgen. Zudem gab es das erste Wochenende der Saison mit Schnee auf dem Feldberg.
Eine Radfahrerin wurde an einem Baggersee in Kronau (Landkreis Karlsruhe) am Kopf von einem herabfallenden Ast getroffen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Dabei erlitt sie leichte Verletzungen. Teilweise wurden laut Polizei Bäume vollständig entwurzelt, stürzten um und blockierten in der Folge Gehwege und Straßen. Darüber hinaus riss der Sturm Verkehrsschilder aus ihren Verankerungen, Bauzäune kippten um. Vereinzelt lösten sich Dachziegel von Häusern und fielen zu Boden. Zur Höhe des Schadens machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Rund 25.000 Menschen in Freiburg zeitweise ohne Strom
In Freiburg war am Sonntagmorgen durch die starken Winde ein Blechdach in ein Umspannwerk geflogen und hatte einen Kurzschluss verursacht. Die Polizei schätzte, dass am Morgen rund 25.000 Menschen keinen Strom hatten. Allerdings gab es in Freiburg laut Stadtverwaltung keine Probleme mit vollgelaufenen Kellern oder umgestürzten Bäumen. Die Polizei zählte gut 50 Notrufe im Laufe des Morgens. Bis zum Mittag floss der Strom in und um Freiburg wieder überall, wie das Energieversorger Badenova mitteilte.
Bereits vor dem Vorfall mit dem Blechdach war der Strom in den Ortschaften Kappel ab etwa 3.30 Uhr sowie ab 5.30 Uhr in Buchenbach und Oberried ausgefallen. Es seien Bäume wegen des Unwetters in Oberleitungen gestürzt und hätten erste Störungen verursacht, teilte Badenova mit. Etwa zwei Stunden später sei das Blechdach in das Umspannwerk geflogen.
Universitätsklinikum auch zeitweise betroffen
Wegen des Stromausfalls konnten am Morgen im Universitätsklinikum Freiburg zeitweise nur lebensbedrohliche Notfälle in der Notaufnahme versorgt werden. Andere Patienten sollten auf umliegende Notaufnahmen und Notfallpraxen ausweichen, wie die Klinik auf Instagram schrieb. Rund zwei Stunden später gab es Entwarnung. Die Stromversorgung sei wieder hergestellt, teilte eine Sprecherin mit. "Der reguläre Klinikbetrieb wird bereits schrittweise wieder aufgenommen."
Für Teile des Schwarzwaldes galt seit Sonntagnacht eine Unwetterwarnung. Die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechneten unter anderem mit orkanartigen Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde und starken Regenfällen mit bis zu 80 Litern pro Quadratmeter.
Europa-Park stoppt erneut Achterbahnen
Wegen des Sturms hatte der Europa-Park in Rust seinen Betrieb erneut vorübergehend zurückgefahren. Wetterbedingt seien derzeit die großen Achterbahnen im Außenbereich geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Sobald es die Wetterbedingungen zuließen, solle der Betrieb wieder aufgenommen werden. Gegen Mittag hieß es, nur noch eine Achterbahn sei gesperrt. Der Europa-Park ist der größte Freizeitpark in Deutschland.
Schnee auf dem Feldberg
Nachdem es im Hochschwarzwald im Laufe der Woche schon vereinzelt geschneit hatte, ist der Schnee am ersten Wochenende liegen geblieben. Auf der öffentlich einsehbaren Webcam vom Feldberg war zu sehen, wie der Berg rund um den Skilift mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt ist. Auch an der Talstation Seebuck waren Tische und Bänke mit Schnee bedeckt.
Die Woche startet am Montag zunächst zum Teil freundlich mit 10 Grad an der Donau und bis zu 17 Grad in der Ortenau. Auf den Schwarzwaldgipfeln ist der Vorhersage zufolge allerdings zeitweise wieder mit stürmischen Böen zu rechnen.
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