Berlin & Brandenburg60-Jähriger verprügelt - Täter äußerte sich antisemitisch

25.10.2026, 14:10 Uhr
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Ein 60-Jähriger wird in Berlin-Schöneberg nach einem Streitgespräch von einem Unbekannten geschlagen, selbst als er schon am Boden liegt. Er hatte sich als Jude zu erkennen gegeben.

Berlin (dpa/bb) - Nach einem Streit mit mutmaßlich antisemitischem Hintergrund ist ein 60-jähriger Mann in Tempelhof-Schöneberg niedergeschlagen worden. Wie die Polizei mitteilte, soll ein bisher unbekannter Mann den 60-Jährigen zunächst mit einem Faustschlag zu Boden gebracht haben, und anschließend mehrfach auf ihn eingeschlagen haben. Der 60-Jährige erlitt mehrere Hämatome im Gesicht und eine Platzwunde. Eine ärztliche Behandlung lehnte er laut Polizei zunächst ab. Zuvor habe der Unbekannte den 60-Jährigen außerdem mit Bier bespritzt und eine volle Bierdose nach ihm geworfen. Diese habe ihn jedoch verfehlt.

Den Angaben zufolge hatte der Unbekannte den 60-Jährigen am Samstagabend an einer Parkbank in der Gleditschstraße angesprochen, wo dieser mit einem Bekannten saß. Der mutmaßliche Täter bot ihm ein Bier an und beide Männer kamen ins Gespräch. Als der Unbekannte den 60-Jährigen daraufhin fragte, ob er Jude sei, entwickelte sich ein Streit. Als der 60-Jährige schließlich gehen wollte, soll der Unbekannte ihn niedergeschlagen haben. Ein Zeuge alarmierte daraufhin die Polizei. Der Angreifer ließ von dem am Boden liegenden Mann ab und flüchtete. Auch die Brille und der Mantel des Mannes wurden durch den Angriff beschädigt. Der Staatsschutz hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung mit antisemitischem Hintergrund aufgenommen.

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