Berlin & BrandenburgWoidke vergibt Verdienstmedaillen an elf Menschen

25.10.2026, 10:08 Uhr
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Langjähriges und intensives Engagement wird nicht immer honoriert. Ministerpräsident Woidke möchte mehrere Menschen aus Brandenburg ehren, die sich um die Gemeinschaft verdient gemacht haben.

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird zu Wochenbeginn elf Männer und Frauen mit der Verdienstmedaille des Landes Brandenburg auszeichnen. "Sie haben sich um das Gesundheitswesen verdient gemacht oder für die Bienenzucht engagiert, Kulturformate etabliert, Heimatgeschichte bewahrt, die Justiz gestärkt oder einen historischen Friedhof wieder aufgebaut", hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Auszeichnungen gehen unter anderem nach Lindow und Hoppegarten

Unter den Preisträgern ist etwa Heidemarie Harth, die sich seit über 50 Jahren ehrenamtlich im Sport, im Karneval und in der Kommunalpolitik engagiert - vor allem in Lindow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin). So gründete sie etwa schon 1974 den Lindower Karnevalverein mit. Jürgen Brauße aus dem Landkreis Teltow-Fläming wird für seine Mühen um den Erhalt der Bienen geehrt. Er hat dabei vor allem auf künstliche Bienenbesamung gesetzt. Die Varroamilbe versucht er, ohne den Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln in Schach zu halten. Die Milbe befällt unter anderem die Bienenbrut und kann für die Insekten gefährliche Krankheitserreger übertragen.

Wegen ihrer gemeinsamen gesellschaftlichen Arbeit in Hoppegarten (Landkreis Märkisch-Oderland) erhalten Gabriele und Raymund Stolze die Verdienstmedaille. "Mit der von ihnen gegründeten Gruppe „mach art“ bieten sie kostenfreie Veranstaltungen in den Bereichen Literatur, Kunst und Musik für Menschen aller Altersgruppen", hieß es in dem Schreiben der Staatskanzlei. Auch Maria und Joachim Rohr werden für ihren gemeinsamen Einsatz für den historischen Friedhof in Küstrin-Kietz (Landkreis Märkisch-Oderland) ausgezeichnet. Auf ihre Initiative hin wurde der 1945 von der Wehrmacht angelegte Soldatenfriedhof neu gestaltet und 1995 als Kriegsgräberstätte eingeweiht.

Welche Verdienste werden außerdem gewürdigt?

Im beruflichen Kontext wird Gabriele Wolter ausgezeichnet. Sie engagiert sich laut der Staatskanzlei seit mehr als 40 Jahren für die Gesundheitsversorgung in Brandenburg an der Havel und hat als Geschäftsführerin das städtische Klinikum "zu einem modernen Schwerpunkt- und Universitätsklinikum mitentwickelt". Ingrid und Olaf Waterstradt haben sich um die Bewahrung der Stadt- und Heimatgeschichte von Putlitz (Landkreis Prignitz) verdient gemacht.

Die Auszeichnung wird nach Angaben der Staatskanzlei "für ehrenamtliches Engagement, herausragende berufliche oder unternehmerische Leistungen sowie für besondere Einzelleistungen verliehen". 2024 hatte die Landesregierung den Preis ins Leben gerufen.

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